E-Commerce

Stand: 20. April 2020

1. Sind meine E-Commerce Angebote von den "Schließungen" betroffen?

Nein, grundsätzlich nicht. Gerade der Onlinehandel hat ja den Vorteil, ohne direkten physischen Kontakt mit dem Kunden Verträge zu schließen. Sofern Sie also ausliefern bzw Ihre Leistungen erbringen können, dürfen Sie das auch. E-Commerce kann also helfen, über die Krise hinwegzukommen. 

2. Ist eine rasche Umstellung von offline- auf Onlinehandel möglich?

Das kommt darauf an, wie Ihre Bestellprozesse bisher organisiert waren und welches Warenwirtschaftssystem Sie einsetzen. Grundsätzlich gibt es vorgefertigte Webshop-Lösungen zu kaufen, die einen Umstieg deutlich erleichtern. Sie können aber Bestellungen auch per Telefon und/oder Email abwickeln.

3. Gelten online dieselben Bestimmungen wie offline?

Nein, vor allem dann nicht, wenn Sie an Konsumenten liefern (b2c). Im E-Commerce treffen Sie in der Regel zusätzlich noch die Verpflichtungen des Fernabsatz- und Auswärtsgeschäftegesetzes (FAGG). Sie müssen insbesondere eine ganze Reihe von Informationsverpflichtungen erfüllen und zusätzlich das 14 tägige Rücktrittsrecht des Konsumenten berücksichtigen (und diesen auch unbedingt darüber aufklären). Beachten Sie auch, dass es einige Ausnahmen von der Anwendbarkeit des FAGG grundsätzlich, aber auch nur vom Rücktrittsrecht gibt. Leider sind hier in der Praxis einige Fehlinformationen im Umlauf. Prüfen Sie die Anwendbarkeit der Bestimmungen des FAGG also genau.
Wenn Sie nur an Unternehmen liefern (b2b), trifft Sie das FAGG nicht.

4. Muss ich meine AGB anpassen, wenn ich auf E-Commerce umsteige?

Grundsätzlich ja. Natürlich kommt das aber vor allem auch auf den bisherigen Inhalt der AGB an. Bitte beachten Sie auch, dass Informationsverpflichtungen nach dem FAGG nicht ohne weiteres in AGB erfüllt werden dürfen, auch hier sind leider in der Praxis einige Fehlinformationen und zahlreiche falsch gestaltetet AGB und Webshops im Umlauf. Die Gestaltung von AGB für das Geschäft mit Konsumenten ist besonders heikel. Neben dem FAGG sind noch das Konsumentenschutzgesetz und die einschlägige Judikatur zu beachten.
 

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